Dienstag, 6. Mai 2014

Unplugged


Unplugged? Ja, irgendwie schon, denn Mikrofone gibt’s bei uns sowieso nicht so viele und nicht so oft, aber zum Ruby Tuesday sind wir ja immer besonders 'unverstärkt' und durch den persönlichen Rahmen regelrecht 'zum Anfassen'. Wenn dann noch ein Raum dazukommt, der kein eigentlicher Konzertraum ist, dann sind wir wirklich 'unter uns'. 
So war es nun wieder, als wir mit unserem ‚Ruby Tuesday‘ - zum zweiten Male - in der Villa Folke Bernadotte gastierten. Eine überschaubare Schar an interessierten Zuhörern hatte sich eingefunden, um unseren neusten Titeln zu lauschen, die wir gemäß unserer Definition „mehr als eine Probe, aber weniger als ein Konzert“ zum Besten gaben. Die besondere Note ergab sich dabei für zwei Stücke, die neu im Repertoire sind und beim Weg auf die Bühne noch die auswendige Hürde nehmen sowie ihren Feinschliff erhalten müssen.



Aber nicht nur, dass uns von den Zuhörern ein erstaunlich großer Teil zum ersten Mal hörte, eine weitere Sache war anders als sonst: Die Ansagen. So musste jeder - so Michaels neuste Idee - den nächsten Titel ansagen, auf den er zeigte, ob er/sie wollte oder nicht. Dadurch entstanden Ansagen, die spontaner nicht hätten sein können und den einen oder anderen Lacher zur Folge hatten. Könnten wir eigentlich öfter machen ...



Nach zwei mal 30 Minuten hatten wir unsere Set-Liste abgearbeitet, aber das Publikum klatschte nur kurz ... offenbar schien es das Ende nicht akzeptieren zu wollen. Und so halfen wir ein bisschen nach und auf einige "Zugabe"-Rufe hin, schlossen wir den konzertanten Teil des Abends dann erst nach zwei Extra-Titeln - Wünschen aus dem Publikum - ab.


Alles in allem war's ein wunderbarer Ruby Tuesday und eine Oase im Alltagsstress, bestimmt nicht nur für uns, sondern auch für unser 'Rublyikum', das z. T. bestimmt auch noch länger bei seinem Gläschen Wein weitergeplaudert hätte ...