Mittwoch, 30. Oktober 2013

Frau Holle

Gestern war 'ne ehrfurchtsvolle
'Sangeskunst-Chor-Endkontrolle'.
Zu prüfen war die aussichtsvolle 
Sängerin - mit Namen Holle. 


Sie sang mit Nachbarblickkontrolle
am liebsten in Angorawolle;
drum sprachen wir: "Nach der Gastrolle
machst du bei uns den Alt-Klang volle.


Jetzt gibt's noch 'ne vertrauensvolle
Frau im Alt, was Micha wolle;
"Zudem", sagt er "gibt's wirklich tolle
Vollversammlungsprotokolle."

Drum: Kennst du unser Singabkommen,
dann - bist du HERZLICH AUFGENOMMEN

Freitag, 18. Oktober 2013

Singender Wechsel

Foto: Klaus Böse
Wie das Leben so spielt ...
die eine kommt, die andere geht oder vielmehr umgekehrt. Nachdem unsere Jüngste - Olivia - nur ein halbes Jahr bei BerlinVokal mitgesungen und den Altersdurchschnitt deutlich nach unten verschoben hat, verschlägt sie ihre Ausbildung von Berlin nach Osnabrück, sodass wir leider künftig auf sie verzichten müssen. Aus diesem Grunde hatten wir sie zu unserem letzten Konzert im Gotischen Saal Kreuzberg verabschieden müssen. 

Alles Gute für dich, liebe Olivia und vielen Dank, dass du unserem Chor für diese Zeit deine Stimme geliehen hast!


Aber ...

... es gibt zum Glück auch Grund zur Freude, denn seit heute (Dienstag) ist Liss wieder zurück und mit dabei. Nach einem halben Jahr im fernen Südamerika in den grünen Landschaften Brasiliens haben wir sie zurück, unsere Sonderbeauftragte für Choreografien und Bühnenaufstellungen. Wir freuen uns, dass sie wieder da ist, mitsingt und wer weiß ... vielleicht ja auch ein paar brasilianische Hüftschwünge für unsere nächsten Choreografien und Aufstellungen bereit hält ... kommt zum nächsten Konzert (auch wenn's noch ein bisschen dauert) und seht und hört selbst ... 

Foto: George
Foto: George


Für die Proben heißt es jetzt natürlich: Besonders aufpassen, nachlernen und einprägen. Wie eifrig Liss das macht, sieht man auf diesen Bildern ...

WILLKOMMEN ZURÜCK, Liss!




Montag, 23. September 2013

Wahl-Gesang


Was für ein Konzert! 
In terminlicher Konkurrenz zur Bundestagswahl 2013 wagten wir an diesem politisch bedeutenden 22. September einen echten Wahl-Gesang im Gotischen Saal Kreuzberg auf dem Gelände der ehemaligen Schultheiss-Brauerei.

Hätten wir uns von den politischen Gegebenheiten beeindrucken lassen, hätten wir vielleicht kein so wunderbares Konzert erlebt, wie es zustande kam.


Einiges war anders an diesem Abend. Der Saal war für uns als Konzertsaal neu, bot aber so manche Option, die wir bislang nicht hatten: So ergab sich aus dem gotischen Gewölbe ein enormer Raumklang, außerdem bot der quadratische Grundriss die Möglichkeit, unser Publikum zum Teil von allen Seiten zu besingen. 

Und - wir konnten unserem Publikum nach Abschluss des Konzerts noch einen letzten Titel aus der ‚VIP-Lounge‘ des Vorraums mit auf den Weg mitgeben.

Foto: Klaus Böse
Aber zurück zum Konzert selbst: Verschiedene, neue Titel hielten Einzug in unsere Set-List, dieses Mal nicht nur welche für den ganzen Chor, sondern auch solche, die nur von kleineren Ensembles bestritten wurden. Michael verschwand zwischendurch im oder hinter dem Publikum, aber dennoch: BerlinVokal sang, wohl wissend, wer den Takt angibt.

Foto: Klaus Böse

Foto: Klaus Böse
Foto: Klaus Böse
Besonderer Dank gilt unserem Publikum, denn unsere ca. 100 Gäste haben zum einen das einzig Richtige gemacht und die Erste Wahl: BerlinVokal getroffen. Zudem haben sie sich nicht davon beeindrucken lassen, dass wir sie auch von hinten besungen haben, sondern sich an den Titel ‚Blue‘ unter dem Aspekt des reinen Hörgenusses angelehnt. Das Publikum hat nicht nur zugehört, sondern auch aktiv mitgesungen und – es hat sich sogar bereitwillig den ‚Geier-Song‘ aus dem Dschungelbuch angehört. Danke für euer Erscheinen, den anhaltenden Applaus und so viel Begeisterung!

Wir freuen uns über eure Meinungen und Kommentare an dieser Stelle, wie es euch, unserem Publikum, gefallen hat, wo ihr Ähnliches erlebt oder auch noch ganz andere Eindrücke erfahren habt ...!?

Und für weitere Impressionen gibt's jetzt hier noch ein paar Fotos (alle von Klaus Böse):













Sonntag, 18. August 2013

Pinnower Landpartien

Wer hätte das gedacht?


Zunächst war da nur eine Anfrage, ob BerlinVokal an den Pinnower Landpartien teilnehmen und einen Nachmittag gemeinsam mit Harald Martenstein bestreiten würde. Wir checkten Bereitschaft und Kalender und sagten dann zu, ohne eine genaue Vorstellung davon zu haben, was uns erwarten würde. Wir hatten zwar einen guten Kontakt nach Pinnow und dennoch – bevor man nicht alles gesehen hat und vor Ort ist ... 

So zog BerlinVokal ein zweites Mal in diesem Jahr Richtung Nordosten. Ganz in der Nähe von Kröchlendorff sollten wir – quasi als Vorgruppe einer Lesung von Harald Martenstein - unter dem Motto 'Bilder Texte Töne' auftreten.

In Pinnow angekommen empfingen uns eine etwas verwunschene Dorfkirche, jede Menge Bierbänke und Stühle sowie zahlreiche fleißige Helfer, die im Laufe der Zeit Kaffee, Kuchen, Schmalzstullen, Säfte u. v. m. zusammentrugen, um daraus ein köstliches Buffet für die Gäste und uns Mitwirkende aufzubauen.


BerlinVokal nutzte die Zeit zur Stellprobe, zum Einsingen und – zum Proben des zweiten Programmteils, zumal nicht klar war, wie dieser konkret aussehen würde, Improvisation, ja, aber zu welchem Thema, mit welcher Intention? Harald Martenstein war offen, als Michael mögliche Themen mit ihm absprach. Wir probierten einiges aus, dennoch stand bis zuletzt nicht fest, wie sich dieser Titel nach der Lesung konkret anhören würde.



16.30 Uhr – Auftritt Teil I. Unsere Ansprechpartnerin Charlotte Ließ kündigte uns ausführlich an und wir bestritten unser erstes, 30-minütiges Set, das wir - mitten in der Natur singend - u. a. mit Titeln wie 'Blackbird', 'The grass grows greener on the other side', 'Butterfly' gestalteten. So weit, so gut, der zweite Teil blieb die große Überraschung - für alle!


Doch zunächst setzte sich Harald Martenstein für seine Lesung auf einen Stuhl und an einen Tisch, um gemeinsam mit dem Publikum zum Friseur zu gehen und sein sensibles Haar behandeln zu lassen. Nach dem Friseurbesuch führte Herr Martenstein das Publikum einschließlich BerlinVokal durch zahlreiche Nebensachen und Alltäglichkeiten, die ihm so passiert sind, ob in der Hasenheide, in der Uckermark oder auch zu Hause mit seinem Sohn.


Nach zahlreichen Schmunzeleien, Lachern und amüsierten Gesichtern, wurde es für BerlinVokal haarig, warum? Wir nahmen uns noch einmal das sensible Haar aus der Lesung vor, um mit Michael als Vorsänger behaarlich und musikalisch Stellung zu nehmen. Gewohnt, auf jede von Michaels Zuckungen mit einer entsprechenden Improvisation zu rehaargieren, beleuchteten wir das sensible Haar von diversen Seiten, um auch keines zu vergessen. 

Als Höhepunkt des Titels zog sich Michael das Haargummi von seinem Haupthaar und schüttelte seine lockigen Locken auseinander. Das äußerst amüsierte Publikum hatte daran ebenso wie wir große Freude und auch Harald Martenstein zeigte – im Publikum sitzend – ein breites Grinsen anlässlich dieser musikalisch entstandenen Interpretation seines Textes.

Wir beschlossen den kulturellen Nachmittag mit ‚How deep is your love‘, bevor alle auf dem Kirchhof durcheinanderliefen, sich über das Gehörte und Gesehene austauschten und gut gelaunt die Veranstaltung ausklingen ließen. 

Jetzt – nachdem der Nachmittag vorbei, das Vakuum unseres zweiten Auftritts kreativ gefüllt war und wir bestens bewirtet worden waren, fuhren wir begeistert von diesem zunächst nicht konkret greifbaren Ausflug ins Berliner Umland nach Hause. Wer hätte das gedacht? Danke, Pinnow!

George

Mittwoch, 19. Juni 2013

Sommer-Exkursion nach Pankow


Wenn man die verschiedenen Autos der Sängerinnen und Sänger von BerlinVokal in einem der Sommermonate erneut den Bezirk verlassen und nach Pankow fahren sieht, kann das nur einen Grund haben: BerlinVokal begibt sich zum Feiern auf die inzwischen schon traditionell besuchten Ländereien der Senora Dotoressa, um die Sommerpause einzuläuten.

Alt-, aber auch Tenor-, Sopran- und Bass-Eingesessene wissen, was das bedeutet: Ein toller Garten, ein vorbereiteter Bufetttisch, ein riesiges Trampolin, ein für Grillgut guter Grill und Dank des großen Engagements der Gastgeberin konnten wir dieses Jahr sogar mit einem überdimensional großen Garten-Jenga spielen.

Daniela und Ulrich stellten ihr fachliches Können als Grillmeister unter Beweis, Daniela machte zudem freudige Luftsprünge. 


Höhepunkt des diesjährigen Sommerfests 2013 war allerdings die überraschende Übergabe von Geschenken als Würdigung von Arbeit, Mühen und Aufwand. So gab es Blumen bzw. Präsente für die beiden Gastgeberinnen, den Chorleiter und mich, den Vorsitzenden – vielen, vielen Dank, Daniela, deine spontane Überraschung ist dir voll und ganz gelungen!

Nach der Speisung schlossen wir dann die erste Chorjahreshälfte 2013 ab und sangen uns in den Abend Richtung Sommer ... erst draußen und dann am Klavier drinnen ...

Für die Lehrer unter uns ist es natürlich ein wichtiger Tag gewesen, liegen doch die dringend notwendigen Ferien vor uns, allerdings sechs Wochen ohne unsere Chorproben ... Es wird auch eine kleine Durststrecke sein, diese Zeit zu überstehen, macht uns das Singen doch so viel Spaß!



Allen Lesern, ob Sänger oder Fan, einen wunderschönen Sommer und singende Grüße!

George



Montag, 17. Juni 2013

Konzert "A capella summer groove"




„Raus aus Zehlendorf“, dachten wir uns, als wir unser Konzert in der Alten Feuerwache Friedrichshain anvisierten. Bislang häufig in der Alten Bahnhofhalle in Friedenau aufgetreten, hat sich BerlinVokal aus dem Bezirk gewagt und mehr noch - sogar in den ehemaligen Ostteil der Stadt, wo wir in der Alten Feuerwache am 16. Juni 2013 "Quartier bezogen". Von der ehemaligen Feuerwache ist bis auf den roten Backstein nicht mehr viel zu sehen, wenn man von dem Entrée, einem vermutlich ehemaligen Stellplatz eines Einsatzfahrzeugs einmal absieht.
 

Im zweiten Stock jedoch fanden sich unmittelbar hinter unseren beiden Kassendamen (vielen Dank an euch beide!) eine Platz spendende Bühne und einen Zuschauerraum, der zwar leider trotz eines phantastischen Wetters verdunkelt war, dennoch aber in lockerer Tischgruppenanordnung Raum für unsere knapp über 50 Zuschauer bot, die wir allerdings überwiegend aus den eigenen Reihen vor allem aus dem südwestlichen Teil Berlins importiert hatten. An dieser Stelle sei deshalb auch einmal ausdrücklich unseren treuen Fans gedankt, die uns folgen, wo immer wir unsere Konzelte aufschlagen, es freut uns, euch und Sie besingen und erfüllen zu dürfen!


Dennoch – auch das eine oder andere neue Gesicht war im Zuschauerraum zu sehen und lauschte unserem „A capella summer groove und den individuellen Ansagen. Das Publikum summte leise mit oder brachte sich auch lauter und stimmaktiv ein, wenn Set-Liste und Chorleiter Michael dazu aufforderten.


So verbrachten wir mit munter zwitschernden Vögeln vor den kleinen geöffneten Fenstern des Saales knapp zwei Stunden mit unserem Publikum, unseren neusten Titeln sowie Repertoire-Klassikern, die inzwischen beinahe schon legendär sind.
Ebenfalls zum ersten Mal mit im Konzert aktiv waren unsere „Chor-Frischlinge“, die durch das titelabhängige Betreten oder Verlassen der Bühne für ein unterschiedlich großes Ensemble sorgten.



Im Anschluss an das Konzert ließen wir uns – ebenfalls traditionsgemäß – in einem benachbarten Lokal“ nieder, um mit ein paar Gästen, aber vor allem auch in den eigenen Reihen die Konzertstimmung noch ein bisschen zu verlängern und unser Sommerabschlusskonzert 2013 auszuwerten.